Fond oder Fonds-Definition

Von: Dr. jur. Jan Martin Strosing

Mit einem Fonds kann ein Anleger auf bequeme Weise in lukrative Anlage-Objekte investieren, ohne dass er sich selbst um die Verwaltung der Objekte kümmern muss. Bei Investmentfonds nach deutschem Recht besteht auch Insolvenz-Schutz.

Fond oder Fonds ?

Die korrekte Schreibweise für Fond lautet übrigens auch im Singular „Fonds“, weil der Begriff einen französischen Ursprung hat. Korrekt drückt man sich also aus, wenn man z.B. schreibt: „der Aktienfonds“, wenn man einen einzelnen meint und „die Aktienfonds“, wenn man mehrere meint. Die Aussprache ist für „der Fonds“ (Einzahl) und „die Fonds“ (Mehrzahl) gleich: Man sagt einfach „Fo“ und spricht das „o“ sehr sanft aus.

Fonds-Definition

Die Fonds-Definition nach Duden-online lautet:

„Sondervermögen einer Gesellschaft für Kapitalanlagen, das in Wertpapieren oder Immobilien angelegt ist“.

Mit Sondervermögen ist gemeint, dass das Fonds-Vermögen, das aus den Geldern der Anleger gebildet wird, vom Vermögen der Gesellschaft für Kapitalanlagen getrennt angelegt wird und damit im Falle der Insolvenz der Fondsgesellschaft vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt ist (siehe auch unten: „Insolvenzschutz“).

Offener Investmentfonds

Einen Fonds bezeichnet man im Zusammenhang mit dem Thema Geldanlage auch als Investmentfonds. Offen ist ein Investmentfonds, wenn die Anleger Anteile am Fond zu bestimmten Terminen (oft täglich) bei der Kapitalanlagegesellschaft, die ihn auflegt, zu kaufen oder zu verkaufen. Je nach Anlageschwerkunkt gibt es verschiedene Gattungen von Investmentfonds, z.B. Aktienfonds, Rentenfonds, Geldmarktfonds, Mischfonds etc.

Funktionsweise

Die Anleger kaufen Fonds-Anteile über eine Bank (auch über Online-Banken möglich und hier in der Regel günstiger). Die Fondsgesellschaft verwendet das Geld der Anleger, um bestimmte Vermögensgegenstände wie Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Immobilien, Wertpapiere auf Rohstoffe wie z.B. Edelmetalle (Gold, Silber…) zu kaufen. Das hat für den Anleger den Vorteil, dass er selbst keine Prüfung, Bewertung und Auswahl von Anlage-Objekten vornehmen muss. Dies übernehmen die Spezialisten der Fondsgesellschaft.

Jeder Anleger erhält Fondsanteile in sein Wertpapier-Depot bei einer Bank seiner Wahl gebucht. Die Fondsanteile haben einen bestimmten Tageskurs, der aus dem Marktwert der im Fond enthaltenen Anlage-Objekte ermittelt wird.

Insolvenzschutz

Fällt die Fondsgesellschaft in Insolvenz, ist das Geld der Anleger, die in einen bestimmten Investmentfonds der jeweiligen Fondsgesellschaft investiert haben, geschützt und gehört nicht zur Insolvenzmasse. Das ist in § 92 Abs. 1 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) rechtlich vorgeschrieben.

 

Möchten Sie mehr hierüber erfahren ?

Ich habe in einem ausführlichen Beitrag über die Chancen und Risiken von Investmentfonds am Beispiel von Aktienfonds erklärt.

Um den Artikel zu lesen, einfach auf den folgenden Link klicken:

http://dr-strosing-finanzinfo.de/geldanlage-in-aktienfonds/

 

Wie kann man Fonds kaufen ?

Um Anteile an einem Investmentfonds zu kaufen, benötigt man ein Wertpapierdepot bei einer Bank. Online-Banken bieten Depots mit meist wesentlich günstigeren Gebühren an. Anzeige: