Girokonto Vergleich

Kostenloses Girokonto eröffnen und Gebühren sparen

Veröffentlicht: 30.11.2015

Kostenlose Girokonten sind heute weit verbreitet. Eigentlich gibt es kaum noch einen Grund, ein Girokonto mit einer festen Grundgebühr zu führen. Oft scheuen Kunden lediglich den Aufwand, ein kostenloses Girokonto bei einer anderen Bank zu eröffnen. Dabei lassen sich bei einem Wechsel zu einem gebührenfreien Girokonto oft über 100 € im Jahr an Gebühren einsparen. Wer sich für ein kostenloses Girokonto entscheidet, bekommt bei einigen Banken sogar eine Kreditkarte gebührenfrei dazu.

Auch ein kostenloses Girokonto ist rechtssicher

Aus rechtlicher Sicht ist ein kostenloses Girokonto unbedenklich. Ganz gleich, ob man es als Online-Konto bei einer Direktbank abschließt oder bei einer herkömmlichen Filialbank. Denn in beiden Fällen kommt zwischen Kunde und Kreditinstitut ein Girovertrag mit bestimmten zwingenden verbraucherschützenden Normen aus dem BGB zustande.

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Auch Filialbanken haben oft ein kostenloses Girokonto im Angebot

Anfänglich sind gerade Direktbanken dadurch positiv aufgefallen, dass sie ein kostenloses Girokonto im Angebot haben. Heute gegen auch manche Filialbanken dazu über, ein solches kostenloses Girokonto anzubieten.
Mit einem Vorteil haben Direktbanken aber oft noch die Nase vorn: Während Filialbanken oft nur bei Erreichen eines bestimmten monatlichen Mindestgehalt-Eingangs ein kostenloses Girokonto anbieten, ist die Gebührenfreiheit bei Direktbanken oft unabhängig vom Gehaltseingang gegeben. Verlangt also eine Bank einen bestimmten monatlichen Gehaltseingang, ist zu beachten, dass der Kunde diese Voraussetzung in der Regel nicht dadurch erfüllen kann, dass er einfach einen entsprechenden Geldbetrag monatlich hin und her überweist. Denn eine Gehaltszahlung ist im Zahlungsverkehr so codiert, dass die EDV der Banken erkennen, dass es sich um eine Gehaltszahlung handelt.

Bankautomat mit Münz-Zähler und Einzahl-Funktion

Die Bankautomaten der Commerzbank mit Münz-Zähler und Einzahl-Funktion sind inzwischen legendär. Denn hier haben Kunden die Möglichkeit, komfortabel ihr lästiges Münzgeld automatisch zählen zu lassen und anschließend auf ihr Girokonto einzuzahlen. Den gleichen Komfort bietet ein eingebautes Zählwerk, mit dem man Geldscheine einzahlen kann. Auch dicke Geldschein-Stapel kann der Kunde einfach in das dafür vorgesehene Geldfach legen und der Automat zählt präzise und zügig die Geldscheine. Während einige Sparkassen und auch andere Banken hier und da Bankautomaten mit einer solchen Funktion anbieten, stellt die Commerzbank mit vielen Filialen ein recht flächendeckendes Netz an solchen Automaten bereit. Der Clou: Auch Kunden der comdirect bank, die ein Tochterunternehmen der Commerzbank ist, dürfen diese Automaten mitbenutzen.Wer also ein kostenloses Girokonto bei der comdirect Bank hat, darf sowohl die Geldautomaten der Commerzbank benutzen als auch am Schalter Ein- und Auszahlungen tätigen.

Möglicher Fallstrick: Überziehungszinsen

Wer sein Girokonto häufig überzieht, sollte bei der Wahl eines Girokontos nicht nur auf die Kontoführungsgebühren achten, sondern auch die Zinssätze für Kontoüberziehungen vergleichen.Bei einem Girokonto-Vergleich kann sich herausstellen, dass eine Bank zwar ein kostenloses Girokonto anbietet, dafür aber überdurchschnittlich hohe Überziehungszinsen verlangt.Zwingend ist dieser Zusammenhang jedoch nicht. Idealerweise bietet die Bank ein kostenloses Girokonto und zugleich günstige Überziehungszinsen an.

Welches Ziel verfolgt die Bank, wenn sie ein kostenloses Girokonto anbietet ?

Eine Bank bietet in der Regel deshalb ein kostenloses Girokonto an, um im weiteren Verlauf der Kundenbeziehung weitere Produkte an den Kunden zu verkaufen. Der Anreiz, ein kostenloses Girokonto anzubieten, besteht aus Sicht der Bank also darin, einen neuen Kunden zu gewinnen oder einen Bestandskunden zu halten.Entscheidet sich der Kunde für eine Bank mit kostenlosem Girokonto, muss er jedoch nicht zwingend fürchten, von Folgeprodukten erschlagen zu werden.Der Zusendung von Produktwerbung kann der Kunde widersprechen oder die Werbung einfach ignorieren. Auch ist es gut möglich, das andere Finanzprodukte, welche die Bank anbietet, ebenfalls attraktive Konditionen im Vergleich zu anderen Banken haben. Eine gute Bank jedenfalls, bietet in gleich mehereren Produktkategorien überdurchschnittlich günstige Konditionen an.

Tipp für Selbstständige und Freiberufler: Kostenloses Geschäftskonto bei der DKB

Ein kostenloses Girokonto im oben beschriebenen Sinne, darf nach den Geschäftsbedingungen der Banken in der Regel nur als Privatkonten genutzt werden. Das kommt daher, weil sich das Angebot meist ausdrücklich nur an Privatkunden richtet und gerade von der Privatkunden-Sparte der jeweiligen Bank angeboten wird.
Die DKB macht es anders: Hier hat der Kunde zum einen die Möglichkeit, ein kostenloses Girokonto als Privatkonto abzuschließen. Darüber hinaus kann er gebührenfrei ein weiteres Konto als Geschäftskonto eröffnen, und dieses dann für gewerbliche Zwecke nutzen.

Wie kann man ein kostenloses Girokonto abschließen ?

Hat man eine Filialbank gefunden, die ein kostenloses Girokonto anbietet, läuft die Kontoeröffnung wie gewohnt am Schalter.
Direktbanken gehen einen anderen Weg: Da sie keine Filialen unterhalten, erfolgt die Kontoeröffnung online. Das heißt, der Kunde gibt seine Daten in den dafür vorgesehenen Eingabefeldern online in den Computer ein und übermittelt diese durch Mausklick anschließend an die Bank. Zudem muss er den Kontoeröffnungs-Antrag ausdrucken und diesen bei einer Postfiliale unter Vorlage des Personalausweises abgeben. Der Mitarbeiter der Postfiliale vermerkt auf einem Formular die Daten aus dem Personalausweis und bestätigt dessen Vorlage durch seine Unterschrift. Diesen Vorgang nennt man Post-Ident-Verfahren. An diesem Verfahren führt kein Weg vorbei, denn jede Bank ist verpflichtet, zu prüfen, ob der Kontoinhaber auch tatsächlich existiert. Das Post-Ident-VerfahrenIst schnell erledigt und es ist der einzige Vorgang, bei dem der Kunde im Zusammenhang mit seinem Konto persönlich erscheinen muss. Die Konto-Kündigung kann selbstverständlich einfach per Brief und bei einigen Banken auch durch Mausklick erfolgen.
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